Newsletter

Liebe Freundinnen und Freunde
wir möchten euch mit einem regelmässigen Newsletter über die aktuelle
Situation in Rojava/Nordsyrien auf dem Laufenden halten. Darin werden
einzelne Artikel aus verschiedenen Seiten und Hinweise auf
Veranstaltungen und Mobilisierungen sein.
Wenn ihr regelmässig diesen Newsletter bekommen wollt, schreibt ein leeres Email an rojavaagenda-subscribe@lists.riseup.net

Newsletter Nr.1
23.12.2018

Aufgrund der aktuellen Gefahrenslage ist dies unser erster Newsletter.
Rojava verteidigen heisst die Invasion verhindern:
Seit die mutigen KämpferInnen den IS aus Kobane und immer weiteren
Teilen in Nordsyriens vertrieben haben, hat die türkische Regierung die
Präsenz ihrer Armee an der Grenze immer mehr verstärkt und schon bald
nach der Befreiung mit regelmässigen Granatangriffen und Bombardierungen
der befreiten Gebieten angefangen. Damit sollte der Aufbau von
basisdemokratischen, multiethnischen Lebensgemeinschaften schon von
Anfang an verhindert und die im Gebiet lebende Bevölkerung zermürbt und
längerfristig vertrieben werden.
Der brutale Überfall Anfang 2018 auf den Kanton Afrin mit der
2-monatelangen Bombardierung des Gebietes zeigt wie sich die Regierung
Erdogan die Zukunft der Region vorstellt. Vernichtung und Vertreibung
der kurdischen Bevölkerung, Ansiedlung von radikalislamistischen
Fundamentalisten, die dem Kommando der türkischen Armee unterstehen.
In den letzten Wochen wurden nun tausende von Militärs (von denen es
sowieso schon viel an der Grenze hat) sowie Tonnen von Kriegsmaterial an
die Grenze verlegt.
Dies ist nicht nur eine Drohgebärde, sondern die Vorbereitung einer
Invasion auf die demokratische Konföderation Nordsyrien. Die Türkei hat bis jetzt gewartet auf das ok der USA. Nachdem Trump überraschend den sofortigen Abzug aller US-Truppen angekündigt hat, ist jetzt noch nicht klar, wie sich die anderen imperialistischen Grossmächte dazu verhalten. Klar ist, dass der türkische Staat so bald als möglich angreifen will. Mehr zu imperialistischen Spielen könnt ihr hier lesen http://lowerclassmag.com/2018/12/der-imperialismus-hat-keine-freunde/#more-6053
Bisher schweigt die EU und die Schweiz zu allem was die Regierung Erdogan tut, sei es die massiven Repression gegen alle die sich nicht absolut dem islamistischen
autoritären Regime unterwerfen, sei es die offene Zusammenarbeit und
Unterstützung des IS und anderer radikalislamischer Mörderbanden.
Wie lange die europäischen Staaten schweigen können, hängt auch davon ab, wie sehr sie unter Druck kommen. Das heisst, ob sich in Europa die Leute mobilisieren. Hier ein Aufruf der Internationalistischen Kommune Rojavas https://internationalistcommune.com/an-alle-demokratischen-krafte-verteidigt-die-demokratische-foderation-nordostsyrien-aufruf-der-internationalistischen-kommune-von-rojava/
Rojava verteidigen heisst für uns dieses Schweigen zu brechen, keine
Ruhe zu geben, das Projekt des demokratischen Konföderalismus als
Alternative nicht nur für Nordsyrien, sondern auch hier, als Alternative
zum überbordenden Kapitalismus zu sehen. Hier könnt ihr die Gedanken und Worte von einem Freund vor Ort lesen und hören https://barrikade.info/Kriegslage-in-Rojava-Wer-wenn-nicht-Wir-1722
Rojava verteidigen heisst mit Aktionen und Demos Druck auf Firmen und
Politik auszuüben, damit keine Geschäfte mit der Türkei und anderen
Mörderregimes gemacht werden können und einen Angriffskrieg zu verhindern.
Heute Nachmittag hat eine Spontandemo in Solidarität mit Rojava an der Bahnhofstrasse Zürich stattgefunden. Wir hoffen, euch an der nächsten Demo zu sehen!
Setzen wir alles dran, Rojava, die demokratische Konföderation
Nordsyrien zu verteidigen.
Bei Angriff auf die Strasse!