Aktions-Aufruf gegen Angriffe auf Medya-Verteidigungsgebiete

Internationalistische Gruppen rufen aus Anlass der türkischen Besatzungsoperation in Südkurdistan zu Aktionen gegen die Angriffe auf die von der Guerilla kontrollierten Medya-Verteidigungsgebiete auf.

Unter dem Motto „#UniteInResistance: Gegen Faschismus und Besatzung und #SmashTurkishFascism und seine Kollaborateure überall” rufen die Internationalistische Kommune Rojava, die Gruppe „Junge internationalistische Frauen“ und die Koordination der Kampagne RiseUp4Rojava zu Aktionen gegen die Angriffe auf die von der kurdischen Guerilla kontrollierten Medya-Verteidigungsgebiete auf. Am vergangenen Freitag startete die türkische Armee eine neue Bodenoperation in den Regionen Avaşîn, Metîna und Zap, um weitere Teile Südkurdistans zu besetzen. Die Guerilla leistet Widerstand gegen die Besatzungsambitionen der Türkei und hat eine revolutionäre Gegenoffensive eingeleitet.

„Es ist wichtig, noch einmal zu betonen und zu verstehen, dass jeder Angriff auf die Medya-Verteidigungsgebiete auch ein Angriff auf die gesamte Revolution und damit auf Rojava, auf den antifaschistischen Kampf in Kurdistan, in der Region, und auf uns alle ist”, unterstreichen die aufrufenden Gruppen in einer gemeinsamen Erklärung. Diese erneuten Besatzungsversuche stellten eine Fortsetzung der Angriffe auf die Region Garê vor einigen Monaten und auch auf Heftanîn im letzten Jahr dar, wo der „heldenhafte Widerstand der Guerilla und die Unterstützung der globalen Widerstandsbewegung zu verheerenden Niederlagen” für die türkische Armee führten. Das Ziel der Türkei sei offensichtlich und hätte sich seither nicht geändert.

„Sie wollen Südkurdistan besetzen, um eine Pufferzone zwischen Süd- und Nordkurdistan zu installieren, die einen erneuten Einmarsch in Rojava und die Besetzung von Şengal vereinfachen würde, und auch der Guerilla einen großen Schlag zu versetzen und ihren Willen zu brechen”, heißt es weiter. All dies geschehe auch mit dem Einverständnis der USA, Europas und anderer internationaler Mächte. So haben die USA erst kürzlich ihr Angebot erneuert, mehrere Millionen Dollar als Kopfgeld für Cemil Bayık, Duran Kalkan und Murat Karayılan, drei führende Kader der kurdischen Freiheitsbewegung, zu zahlen. Dies zeige, dass die internationalen Mächte „die Ideen und die revolutionäre Praxis, die von der kurdischen Freiheitsbewegung ausgehen, zerstören wollen”.

Aber wie schon in Zap, Heftanîn, Garê zuvor, ist Kurdistan das Grab des Faschismus, so die Gruppen. Deshalb sei die Öffentlichkeit aufgerufen, sofort in Aktion zu treten: „Ergreift die Initiative, geht auf die Straße, schließt euch Demonstrationen in eurer Umgebung an und organisiert Aktionen. Schaut euch die Zielkarte auf der Website von RiseUp4Rojava an. Unterstützt und intensiviert den gemeinsamen Kampf mit der Guerilla, so wie wir es vor gut zwei Monaten gemeinsam gegen die Angriffe in Garê gezeigt haben! Garê war unser gemeinsamer Sieg, und auch dieses Mal werden wir wieder gemeinsam siegen.”

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